Page 172 - KEF 22. Bericht
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ansatzweise auch bereits im Rahmen des 20. KEF-Berichts vorgenommen wurde.“ Zitat: ARD/ SWR-Konzept vom 3. November 2016.
Unbeschadet der Steuerungsmöglichkeiten, die sich für die Anstalten aus diesem Vorgehen ergeben, legt die Kommission für ihre Bedarfsprüfung weiterhin die Systematik der Mittelfris- tigen Finanzplanung zugrunde.
Das in den Personalkonzepten dokumentierte Bestreben der Anstalten, ihren Personaleinsatz ef zienter und längerfristig als bisher zu steuern und dabei eine ganzheitliche Betrachtung anzuwenden, wird von der Kommission ausdrücklich begrüßt. Die ARD hat dazu mit dem EPKB und der einheitlichen Darstellung in den Personalkonzepten ein umfassendes System zur übergreifenden Steuerung entwickelt und umfangreiche Datengrundlagen geschaffen.
Die ARD in ihrer Gesamtheit erwirtschaftet im Gesamtzeitraum bis 2030 eine Personaleinspa- rung von 0,34 % p.a. Die in Textziffer 158 für die ARD bestätigte Abbauquote von 0,5 % p.a. bezieht sich ausdrücklich nur auf den Zeitraum 2021 bis 2024.
Dieses saldierte Ergebnis vermag aber nicht darüber hinwegzutäuschen, dass es in der zentra- len Frage, ob das Personalkonzept auf Wirtschaftlichkeit und speziell auf die Limitierung des stetig wachsenden Personalaufwands ausgerichtet ist, erhebliche Unterschiede zwischen den Anstalten gibt.
So dokumentieren beispielsweise die Konzepte von BR und NDR ausdrücklich eine Abbau- quote von 0,5 % p.a. für die Festangestellten, während u.a. der HR, der seinen aktuell lau- fenden personalwirtschaftlichen Umbau expressis verbis nicht als Einsparstrategie versteht, im Zeitraum ab 2025 die Quote nicht mehr in voller Höhe erreicht. Vorangegangen war beim HR zudem ein Aufwuchs der VZÄ in der noch laufenden Periode, der gemäß Personalkonzept schrittweise bis 2027 wieder egalisiert werden soll.
Das Konzept des ZDF zeigt einerseits klare Bestrebungen zu ganzheitlicher und restriktiver Steuerung in den drei Beschäftigungssäulen. Andererseits wird dies vorerst überlagert durch die kontinuierliche Überführung problematischer Beschäftigungsverhältnisse von Freier Mit- arbeit in die Festanstellung, und zwar 200 Fälle bis zum Jahr 2020 und weitere 300 Fälle im Zeitraum 2021 bis 2024.
Eine Reduzierung des Personalkörpers nach 2025 sieht das ZDF-Personalkonzept nicht vor, so dass nicht erkennbar ist, ob und wie das ZDF dem stetig steigenden Personalaufwand entge- genwirken will.
Nachdem das Deutschlandradio von 2017 bis 2019, über alle drei Beschäftigungssäulen be- trachtet, einen Abbau von 35 VZÄ verzeichnete, und nachdem Auf- und Abbau der Jahre 2020 und 2021 sich gegenseitig aufheben, verharrt das Deutschlandradio bis zum Ende der nächs- ten Periode 2021 bis 2024 auf dem gegenwärtigen VZÄ-Niveau. Da auch die Vorschau bis 2030 keinen Abbau, sondern vielmehr einen weiteren Aufwuchs ausweist, wird der kontinuierlich
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Bestandsbedarf | 3. Personalaufwand Kapitel 5 | 22. Bericht


































































































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