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22. Bericht | Kapitel 2 Bedarfsanmeldungen der Rundfunkanstalten
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2.3 Bedarfsanmeldung des Deutschlandradios
Das Deutschlandradio betont in seiner Anmeldung, dass die Aufwandsplanung für die kom- menden Jahre durch die weiter wachsenden Herausforderungen und Chancen einer sich wan- delnden Medienwelt im digitalen Zeitalter gekennzeichnet sei. Im Rahmen der angemeldeten moderaten Steigerungsraten im Bereich aller Aufwandsarten, die bestenfalls eine Kostenstei- gerung abfangen würden, müssten deshalb erhebliche Ef zienzgewinne bei gleichzeitiger Konzentration auf das Wesentliche geschöpft werden. Für die Vergütungsentwicklung werde die mit ARD und ZDF abgestimmte Gesamtpersonalkostensteigerung von 2,5 % p.a. zugrunde gelegt. Ausschließlich aufgrund der notwendigen Absenkung der Garantieverzinsung bei der bbp habe man höhere Prämienzahlungen für die entsprechende Rückdeckungsversicherung der Altersversorgungsansprüche ab 2020 ansetzen müssen. Bei den Programmaufwendungen gehe Deutschlandradio von einer jährlichen rundfunkspezi schen Steigerungsrate von 2,49 % aus. Der Sachaufwand folge der Preissteigerung von jährlich 2 %, wobei ab 2021 aufgrund des Wegfalls der Steuerprivilegierung ein Mehrwertsteuerrisiko für bestimmte Kooperationen mit eingeplant sei.
Bei den mit ARD und ZDF initiierten und in die Bedarfsanmeldung übernommenen Struk- turprojekten übertreffe Deutschlandradio die bereits prognostizierten Einsparungen von insgesamt 13,7 Mio. € noch einmal um 0,3 Mio. €. Zusätzliche Mittel würden für ein zunächst zeitlich begrenztes Programmvorhaben angemeldet, das in Zusammenarbeit mit dem Deut- schen Rundfunkarchiv (DRA) den Aufbau einer öffentlich zugänglichen Plattform mit einem kuratierten Audioangebot zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte vorsehe. Deutschlandradio beantrage außerdem zusätzliche Mittel für die Erhöhung des Zuschusses für die Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH (roc), die Deutschlandradio als größter Anteilseigner gemeinsam mit dem Bund, dem Land Berlin und dem RBB trage. Zu einem Mehraufwand gegenüber der bisherigen Rahmenplanung führe auch der bis 2024 vorgesehene Ausbau des DAB+­Netzes auf 199 Sender bei einem weiteren, begrenzten Abschmelzen insbesondere von sehr unwirt- schaftlichen UKW­Frequenzen in gut mit DAB+ versorgten Gebieten. Schließlich würden am Standort Köln in den kommenden Jahren umfangreiche Sanierungen und Erneuerungsmaß- nahmen am Funkhaus des Deutschlandradios erforderlich.
Die vom Deutschlandradio für 2021 bis 2024 angemeldeten  nanzbedarfswirksamen Aufwen- dungen und Erträge ergeben sich aus Tabelle 6. Die unveränderte Anerkennung des angemel- deten Finanzbedarfs des Deutschlandradios entspräche einer Erhöhung des Rundfunkbeitrags um monatlich 6 Cent.
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